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| Gazmend Freitag in seinem Atelier in die Kaarstrasse 3, Urfahr, 2025. © Andi Brugger |
CITY Magazin
September 2026
Kunst
kennt keine GRENZEN
Der Linzer Künstler Gazmend Freitag (58) verbindet
Kulturen und Menschen
Gazmend Freitag hat eine Geschichte, die so facettenreich ist wie seine Kunst. Im Kosovo 1968 geboren un später nach Österreich gekommen, hat er hier seinen Lebensmittelpunkt gefunden und seine künstlerische Laufbahn konsequent weiterentwickelt. Seine Migrationsgeschichte prägt auch sein Werk: Identität, Heimat, Erinnerung und kulturelle Vielfalt ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Arbeiten. Gerade diese persönliche Erfahrung macht Freitag zu einem Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen. Er weiß, was es bedeutet, in einer neuen Heimat anzukommen und dabei die eigenen Wurzeln zu bewahren. Mit seinem Lebensweg steht er für gelungene Integration durch Offenheit, Kreativität und gegenseitigen Respekt. Er bringt Menschen und unterschiedliche Lebenswelten zusammen und ist damit auch ein Vorbild für gelebte Integration.
Atelier als Bühne
Seine künstlerische Bandbreite ist beeindruckend. Malerei, Zeichnung, Fotografie und Konzeptkunst gehören ebenso zu seinem Schaffen wie ausdrucksstarke Porträts. Gerade die Porträtmalerei nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Die Zeit im Atelier nutzt der Künstler gerne für Gespräche mit seinen Modellen. Diese Begegnungen fließen auf ihre Weise in die Bilder ein. Denn Freitag will nicht nur Äußerlichkeiten festhalten, sondern auch etwas von der Persönlichkeit und Stimmung seines Gegenübers sichtbar machen.
Brückenbauer
Die Arbeiten Freitags waren bereits bei zahlreichen Ausstellungen in Österreich und im Ausland zu sehen. Kunst versteht er dabei als universelle Sprache: Sie kann Menschen unabhängig von Herkunft und Sprache verbinden und Werte wie Freiheit, Respekt und Toleranz vermitteln. Der Künstler ist zudem ein treuer Fan und Leser des CITY Magazins. Das matchte sich: „Mich bewegen jene Menschen, Geschichten und Begegnungen, die einer Stadt ihr unverwechselbares Gesicht verleihen”, so Freitag.
Kultbahn in Farbe
Freitags letzter Werkzyklus Nostalgisch. Die historische Pöstlingbergbahn wird zur Kunst: Für seinen neuesten Werkzyklus hat sich Gazmend Freitag von einem der bekanntesten Linzer Wahrzeichen inspirieren lassen. In zehn farbenfrohen, dynamischen Gemälden setzt der Künstler die seit 1898 verkehrende Steilbahn in Szene. Dabei fängt er nicht nur ihre besondere Eleganz und Geschichte ein, sondern auch die Landschaft rund um den Pöstlingberg – und damit ein Stück Linzer Lebensgefühl. ■
GUT GETROFFEN.
Mit zehn beeindruckenden Gemälden setzte der Künstler auch die Linzer Pöstlingbergbahn in Szene.
›› Mich bewegen jene Menschen, Geschichten und Begegnungen, die einer Stadt ihr unverwechselbares Gesicht verleihen.

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